Moscheen in Wien

Was hat sich seit der Veröffentlichung der Studie „Die Rolle der Moschee im Integrationsprozess“ im Herbst 2017 verändert?

Im Jahr 2020 haben Zoltan Peter, Imet Mehmedi und ich die Moscheestudie von 2017 wiederholt.

Gleich vorweg: Wir haben eine leichte Verbesserung bei manchen der schon 2017 untersuchten Moscheen festgestellt, aber das Gesamtbild ist ähnlich negativ wie damals. In der Hälfte der untersuchten Moscheen werden Inhalte gepredigt, die die Integration der Mitglieder in die Gesellschaft aktiv behindern. Das Oberösterreichische Volksblatt fasst zusammen: “Neun Predigten wurden als fundamentalistisch gewertet. 26 Predigten zeugten „von einer sozial-kulturell weitgehend verschlossenen Einstellung“. Acht Predigten wurden als segregierend (absondernd, Anm.) bewertet. Dezidiert politische Inhalte fanden sich in 25 Predigten. Nur fünf davon wurden als demokratisch und liberal eingestuft. 13 Predigten waren zwar demokratisch, aber illiberal und sieben undemokratisch und illiberal. […] In fünf der 14 Moscheen „ist eine explizite Überhöhung der islamischen Gemeinschaft (Umma) zu bemerken, die mit der Abwertung des Rests der Gesellschaft gegenüber dieser Gemeinschaft einhergeht“. Bei diesen Moscheen handelt es sich um vier türkische und eine arabische.”
Die Presse schreibt (Link im ersten Kommentar): “Die Situation hat sich zwar verbessert. Doch werden in manchen Moscheen in Wien weiter Inhalte gepredigt, die der Integration von Muslimen entgegenstehen. Teilweise wird die Welt „streng in Muslime und alle anderen Menschen unterteilt“, vereinzelt die Trennung zwischen Staat und Religion abgelehnt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). […] In acht Moscheen werde die Welt „streng in Muslime und alle anderen Menschen eingeteilt“. Ein Imam predigte zum Koran: „Zu lieben gilt es Allah, der das Buch herabgesandt hat, und dessen Freunde. Gehen wir keine Freundschaften mit denjenigen ein, die nichts mit dem Herrn zu tun haben wollen.“”

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